Variablen

Variablen

Ihr seid noch da, wollt immer noch alles wissen? Sehr gut – dann können wir ja langsam mal zu dem Sinnvollen Zeug kommen – den Variablen. Zuerst einmal keine Angst, wir sind hier nicht bei der Suche nach „x“ wie früher in der Schule und ihr müsst ihr auch keine Differentialrechnung durchführen. Ich möchte allerdings trotzdem eine kleine Definition für Variablen in Programmiersprachen aufstellen. Wer in PHP oder auch in anderen Programmiersprachen von Variablen redet meint damit adressierbare Speicherzellen, die zur Laufzeit des Programms von diesem benutzt werden können um da irgendwelche Sachen drin abzuspeichern. Das könnte zum Beispiel ein einzelnes Wort sein, genauso aber natürlich auch eine Zahl oder eine Zeichenkette aus mehreren Wörtern. In vielen Programmiersprachen ist es dafür erforderlich bei der Definition einer Variable auch den Typ dessen anzugeben, was die Variable später „beherbergen“ soll. D.h., will man eine Zahl speichern, so muss dies bereits bei der Definition mitgegeben werden. Bei PHP ist dies nicht erforderlich – denn, genau – PHP ist mega cool und super schlau.

Um nun einer Variable einen Wert zuzuweisen, müssen wir als erstes verstehen was eine Variable ausdrückt. In PHP wird alles was mit einem „$“ beginnt von PHP als Variable angenommen:

<?php $variable; ?> 

Oben gezeigtes Beispiel wäre eine solche Variable. In PHP kann man nahezu alles zu einer Variablen machen – es gibt allerdings einige kleine Spielregeln – so wären bspw. Zahlen direkt nach dem Dollarzeichen ungültig, genau wie Sonderzeichen in der Regel nichts in Variablen zu suchen haben. Sonst könnt ihr aber Variablen in beliebiger Form benennen. Wichtig zu wissen ist dabei noch, dass Groß und Kleinschreibung eine Rolle spielt. Eine Variable $vara ist nicht gleich $varA.

Um einer Variable nun einen Wert zuzuweisen, benutzt ihr das Zuweisungszeichen „=“.

<?php

$variable = 10;

?> 

Woo… geschafft!

Wir haben nun den nummerischen Wert „10“ in der Variable „Variable“ abgelegt. Damit können wir jetzt jede Menge anfangen, z.B. können wir das ganze wieder ausgeben lassen:

<?php

$variable = 10;

echo $variable;

?> 

Wenn ihr das ganze speichert und in eurem Browser ausgeben lasst, dann erscheint die Zahl „10“ auf dem Bildschirm. Wie bereits erwähnt können wir den Inhalt der Variable an beliebiger Stelle ausgeben lassen – wenn wir uns als wieder unser Klaus Beispiel ansehen, dann

<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN" "http://www.w3.org/TR/html4/strict.dtd">
<HTML>
<HEAD>
<TITLE>Sag Hallo zu Klaus</TITLE>
</HEAD>
<BODY>
<?php
$variable = 10;?>
<p>Hallo Klaus!<? echo $variable; ?> </p>
</BODY>
</HTML></HTML>

bekommen wir eine 10 hinter unserem Klaus:

Gut, wir wissen nun wie man eine Variable definiert. Wir wissen, dass wir sie mit Hilfe von echo ausgeben können. Aber das kann ja nicht alles sein, oder? Nein… ist es natürlich nicht.

Arithmetische Operationen mit Variablen

Wenn wir mehrere Variablen in PHP definieren, dann können diese zu mathematischen Berechnungen herangezogen werden. Dafür werden die „gängigen“ Operatoren verwendet. PHP lässt dabei folgende Werte zu:

Operator Operation  Beispiel
+ Addition von Werten <?php
$variableA = 3;
$variableB = 4;
$ergebnis = $variableA +$variableB;
echo $ergebnis;
?>
Subtraktion von Werten <?php
$variableA = 3;
$variableB = 4;
$ergebnis = $variableA - $variableB;
echo $ergebnis;
?>
* Multiplikation <?php
$variableA = 3;
$variableB = 4;
$ergebnis = $variableA * $variableB;
echo $ergebnis;
?>
/ Division von Werten <?php
$variableA = 3;
$variableB = 4;
$ergebnis = $variableA / $variableB;
echo $ergebnis;
?>
++ Erhöhen des Wertes um 1 <?php
$variableA = 3;
$variableA++;
echo $variableA;
?>
Negieren des Wertes um 1 <?php
$variableA = 3;
$variableA--;
echo $variableA;
?>

Natürlich können dabei auch Inhalte in den Operationen einbezogen werden, die keine Variablen sind. Es wäre also genauso möglich eine Operation in dieser Art durchzuführen:

<?php
$variableA = 3;
$ergebnis = $variableA + 3;
echo $ergebnis;
?>

Höhere mathematische Funktionen:

Gibt es natürlich auch – hierzu benutzt man in PHP sogenannte Funktionen, auf welche ich an dieser Stelle aber nur einen Verweis auf die offizielle PHP Dokumentation geben möchte. 

Textoperationen:

Was nun aber, wenn wir gar keine Zahlen in mathematischen Operationen verknüpfen wollen sondern einen Text haben? Nun, auch hier gibt es in PHP Optionen. Mithilfe der „.=“ Anweisung lassen sich Inhalt aus mehreren Variablen in einer speichern:

<?php
$varA = "Klaus";
$varC = "Hallo du lieber ";
$varC .= $variableA;

echo $varC;
?>

Das ganze funktioniert übrigens auch in unsere bereits bekannten echo Anweisung:

<?php
$varA = "Klaus";
echo "Hallo ".$varA;

?>

Ähnlich wie bei den mathematischen Operationen gibt es auch für Text eine ganze Reihe vordefinierter Funktionen die dabei helfen mit dem Text alle möglichen Dinge anzustellen, was aber genau wie bei den mathematischen Operationen hier nicht im Fokus liegen soll – der Link zur offiziellen Dokumentation aber natürlich schon.

Globale Variablen:

Global? Intergalaktisch? Was???

Ja, um zu verstehen was globale Variablen sind müssen wir als erstes verstehen was sie von den normalen Variablen unterscheidet. Eine Variable hat immer eine bestimmten Gültigkeitsbereich – also einen Bereich in dem sie definiert wurde. Das ist im Regelfall das Skript in dem die Variable gerade genutzt wird, in unserm Fall also die Datei in der ihr gerade arbeitet. Würdet ihr den gleichen Variablennamen in zwei unterschiedlichen Dateien verwenden, dann wäre das PHP total egal da der Gültigkeitsbereich der jeweiligen Variable in der jeweiligen Datei liegen würde – d.h. man könnte einen Wert nicht mit in eine andere Datei übernehmen. Oftmals ist dies aber erforderlich, da man bspw. in einem Shop-System ja den Inhalt des Warenkorbs über mehrere Schritte erhalten möchte. Hierbei können globale Variablen helfen. PHP kennt eine ganze Reihe von globalen Variablen, ich möchte hier aber nur auf eine Handvoll eingehen. Wie üblich – hier der Link zur offiziellen Dokumentation.

 

Doch bevor wir das tun können – müssen wir uns als erstes mit einem weitern Datentypen auseinandersetzen – dem Array.

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