Die Umgebung

Die Systemumgebung:

Möchte man Anwendungen in PHP entwickeln benötigt man eine Laufzeitumgebung, den sogenannten PHP Interpreter sowie einen passenden Webserver über den die Inhalte an den Client ausgeliefert werden können. Man kann sich das in etwa so vorstellen. Wenn sich 2 Frauen über Schuhe unterhalten, wird man als Mann niemals verstehen um was es bei dem Gespräch gleich wieder geht. Man benötigt einen Übersetzer. Dieser Übersetzer interpretiert alles was Frau sagt und übersetzt es in einen für den Mann verständliche Sprache, in der dann die Notwendigkeit zu identisch schwarzen Schuhen noch identisch braune Schuhe haben zu wollen voll ausgedrückt wird. Ja ich weiß, so eine Art von Übersetzer gibt es leider nicht – aber zum Glück wollen wir hier ja auch nicht verstehen was Frauen wollen, sondern ein Programm in PHP schreiben.

Man benötigt also einen Interpreter, der zur Laufzeit den in PHP geschriebenen Programmcode in ein für den Browser lesbares Format übersetzt.

Am einfachsten und auch am schnellsten bekommt man diesen Zustand mit der Verwendung des xampp Frameworks.  Die Installation der Anwendung ist unter Windows denkbar einfach und schon hat man alles was man braucht. Doch… was ist das?

Der Webserver:

Um Webseiten zu bauen benötigt man eine „Stelle“, auf der man seine Inhalte ablegen kann. Das kann wie im Vorwort bereits beschrieben ein Server sein, der statische HTML Dateien ausliefert, natürlich können darunter auch Bilder, Videos oder sonstiger Content enthalten sein. Die primäre Aufgabe des Webservers besteht darin, auf HTTP Anfragen Dokumente zurück zu liefern. Im XAMPP wird diese Aufgabe durch einen Apache Webserver ausgeführt.

Der Interpreter:

Ebenfalls bereits im XAMPP Installationspaket enthalten ist unser PHP Intepreter – wäre ja auch doof wenn dieser da nicht wäre und es hier um PHP geht… Diesen benötigen wir dafür um unseren PHP Programmcode ausführen zu können.

Die anderen Buchstaben…

sind jetzt noch überhaupt nicht wichtig. Enthalten ist im XAMPP auch ein Datenbanksystem (MariaDB), mit der es möglich ist Daten auch in einer relationalen Datenbank zu speichern… aber dazu kommen wir, wenn ich viel viel später hier noch Lust zu habe und ein Tomcat App Server, der in der Lage ist Java Webanwendungen auszuführen.

Nach der Installation solltest du am Ort deiner Wahl (halt das was du da beim Installieren angeben hast) im XAMPP Installationsverzeichnis diverse Dateien finden. Unter anderem findet sich dort eine Datei mit der man das XAMPP Control Panel starten kann – einmal gestartet bietet es die Möglichkeit sich eine Übersicht über die Laufzeitumgebung zu verschaffen. Falls noch nicht geschehen,

wäre dort der Apache Server zu starten. Doch… wie bekommt man nun raus ob da auch ein PHP läuft?

Nun… das ist relativ einfach. Wenn ihr eine Standard XAMPP Installation habt, dann reicht es mit einem beliebigen Browser folgendes in die Adressleiste folgende URL einzutippen:

http://localhost/phpinfo.php

Das Ergebnis sollte dann in etwa so aussehen:

Um zu prüfen ob PHP auch wirklich in echt auf dem Server läuft könnt ihr zur Sicherheit noch auf den Link „PHPinfo“ klicken, wird euch dann etwas in der Art angezeigt:

dann ist alles ok und wir können mit dem Schreiben von PHP Seiten beginnen. Allerdings…Moment… ja, da fehlt doch was oder – schreiben – womit?

Der PHP Editor

Im Prinzip könnt ihr mit jedem beliebigen Text-Editor eure PHP Seiten bearbeiten bzw. erstellen. Es empfiehlt sich allerdings einen Editor zu verwenden, der die Syntax besonders hervorhebt. Damit ist das Bearbeiten von später komplexeren Skripten deutlich einfacher. Ich verwende dazu seit Jahren Eclipse, allerdings gibt es natürlich auch noch jede Menge andere Tools die etwas „leichtgewichtiger“ sind, bspw. den Atom Editor oder auch Notepad++.  Am besten ihr probiert euch hier durch und findet dabei Euren Editor.

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